Donnerstag, 19. Juli 2012

Zwei Monate später...

grüezi liebe leute

nach längerer Blog-Abstinenz hab ich heute ein wenig mehr Zeit und Lust hier noch ein (letztes) Mal die Lage zusammenzufassen.
In der letzten Zeit fehlte mir irgendwie die Lust hier was zu bloggen. Ich hatte nichts mitzuteilen außer blabla..davor war das zwar genauso, aber da fand ich meine Geschichten wenigstens lustig. Seit dem letzten Post bin ich in eine Art Schreibe-Unlust gefallen und habe mal darüber nachgedacht wie das sein kann. In absurde Situationen gerate ich nach wie vor, aber komischerweise kann ich das alles nicht mehr so ironisch und schadenfreudig niederschreiben. Und ich glaube der Grund dafür ist, dass Brasilien und ich inzwischen dicke Freunde sind. Langsam check ich, wie hier alles so läuft und erspare mir inzwischen das "wieso", denn das führt oft zu nichts. Dinge muss man manchmal halt einfach so nehmen wie sie sind. Punkt. Seitdem ich das so praktiziere gehts mir blendend:

* Wir haben in der Uni das erste Experiment erfolgreich abgeschlossen, ohne komplett im Labor zu vergammeln und ich glaube ich kann mir demnächst auchmal wieder Muscheln kredenzen.

* Wir waren sogar politisch aktiv auf dem Gegen-Klimagipfel in Rio (mein aktiver Beitrag dazu: ich habe mir Federohrringe von nem Amazonas-Indio gekauft, woraufhin er mit seinem IPhone ein Foto von mir geschossen hat. top, eine hand wäscht die andere, sag ich mal.)

* Ich habe Rio von oben gesehen (in HD auf nem 3m großen Flatscreen-Bildschirm von Felipes Onkel)

* Ich war die einzige Deutsche auf dem "deutschen Bauernfest" in Petropolis und mir wollte keiner glauben, dass die "Salsicha Branca" (=Weißwurst) der totale RIP-OFF war, denn sie schmeckte wie jede verdammte andere Wurst!

* Ich habe drei Brasilianer weinen sehen nach der deutschen Niederlage im EM-Halbfinale.

* Ich hab ne Bar gefunden in der der Cachaca nur 50centavos kostet - das sind weniger als 25 EUROCENT alter.

* Ich habe mir einen brasilianischen Bikini gekauft - ihr wisst was das bedeutet ;-)

* Und mein wohl größter Triumph: Als ich das letzte mal zum Samba tanzen gezwungen wurde, hat jemand zu mir gesagt "Ach komm, sooo schlimm sieht das doch gar nicht aus!" Easy, damit steht meiner Karriere als Sambatänzerin endlich auch nichts mehr im Weg.

Ich denke die Liste wird noch etwas länger in den nächsten 2 Monaten.
Hoffe euch gehts allen gut?
Ahoi, valeu und bis dennsen
die lisa

 Sonnenuntergang am Strand, wo wir oft abhängen - Itacoatiara

Pachygrapsus transversus, zu deutsch die melierte Quadratkrabbe und unsere aktuelle Testspecies (hier hat sie sich, als Reaktion auf den Hitzestress selbst amputiert).



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